D3 (Musiker-Leistungsabzeichen Gold)
Du hast D2 erfolgreich abgeschlossen und möchtest das Gold-Abzeichen erwerben?
Das Musikerleistungsabzeichen D3 (Gold) ist die höchste instrumentale Qualifikation der
Blasmusikverbände und setzt eine fundierte musikalische Ausbildung sowie fortgeschrittene
instrumentale Fähigkeiten voraus.
Vor der Anmeldung zum D3-Prüfungskurs ist im MON die Teilnahme am Qualifikationskurs verpflichtend.
Dieser bereitet gezielt auf die theoretischen und praktischen Anforderungen der Prüfung vor.
Qualifikationskurs und Prüfungskurs werden jeweils in der Karwoche (Frühjahr) sowie
am Ende der Sommerferien (Herbst) angeboten.
Zwischen beiden Kursen liegt ein halbes Jahr, das zur intensiven Vorbereitung auf die D3-Prüfung genutzt werden kann.
Alle Prüfungstermine: hier
Die Anmeldung erfolgt selbstständig über den Prüfling.
Was sind die Prüfungsinhalte beim D3-Abzeichen?
Voraussetzung für die Teilnahme an der Prüfung ist die bestandene Prüfung D2.
Theoretischer Teil
unregelmäßige Unterteilung der Notenwerte (Duole, Quartole, etc.)
Taktwechsel, asymmetrische Taktarten
alle Dur- und Molltonleitern harmonisch und melodisch
die Umkehrung der Dreiklänge
der Aufbau der Vierklänge: Dominantseptakkord, verminderter Septakkord, Mollseptakkord, jeweils mit Umkehrungen
Grundbegriffe der Ornamentik, gebräuchliche Verzierungen
die Naturtonreihe
Transpositionen
Grundlagen der musikalischen Formenlehre
Musikgeschichte: Formen und Gattungen
Gehörbildung
a) viertaktige Rhythmusdiktate
b) Intervallhören zusammen und nacheinander, auf- und abwärts: große, kleine und reine Intervalle bis zur Oktave, Tritonus
c) Melodiediktat in Form eines Lückentextes
d) Bestimmen von Dreiklängen (nur in Grundstellung)
HINWEIS: Die Vorspielanweisung für die Gehörbildungsprüfung finden Sie auf dem Testlösungsbogen D3 in den "Downloads" unten auf dieser Seite.
Praktischer Teil
Die praktische Prüfung der Pflichtliteratur muss solistisch, die Selbstwahlliteratur muss mit Klavierbegleitung vorgetragen werden. Für das Spielmannswesen wird keine Klavierbegleitung gefordert.
Für die praktische Prüfung finden sich die vorzubereitenden Tonleitern (Dur, harmonisches und melodisches Moll, Chromatisch) und Pflichtstücke in dem für das entsprechende Instrument veröffentlichten Instrumentallehrgang.
Die Tonleitern und Pflichtstücke der Stufe D3 sind vollständig vorzubereiten. Die Prüfung hat folgenden Umfang:
Die Tonleitern wie im Instrumentallehrgang D3 abgedruckt instrumentenbezogen auswendig; Artikulation: non legato, legato, staccato, Dynamik frei wählbar:
eine durch Los vor Beginn der praktischen Prüfung betimmte Etüde aus den Pflichtstücken (Schlagzeug = Pflichtstück)
ein durch Los vor Beginn der praktischen Prüfung bestimmtes Vortragsstück (Schlagzeug = Teil 1 oder Teil 2) aus den Pflichtstücken
ein vom Prüfling selbstgewähltes Solostück im Schwierigkeitsgrad der Pflichtstücke mit Klavierbegleitung, jedoch nicht aus der Pflichtliteratur.
Für die Auswahl des Selbstwahlstücks wird bewusst auf eine Empfehlungsliste verzichtet. Das Niveau des Selbstwahlstücks sollte nicht unter dem Niveau der Pflichliteratur liegen. Um das Niveau einzuschätzen sollte auf Parameter wie z.B. Dynamik, Artikulation, Tonumfang geachtet werden - bei Bedarf können Spielanweisungen auch sinnvoll im Stück ergänzt werden. Ohne strenge Reglementierung der Literatur im Bereich des Selbstwahlstückes können die Stärken der MusikerInnen besser berücksichtigt werden. Dies sollte bei der Wahl des Stückes Priorität haben.
vom Blatt spielen einer dem Leistungsstand angemessenen Melodie (Schlagzeug auf dem Drum-Set)
vorbereitete, praxisbezogene Transposition (bei Schlagzeug Improvisation) eines frei gewählten Stückes aus den Pflichtstücken der Stufe D1 oder D2 bzw. aus den abgedruckten Vorlagen aus den Praxisheften des jeweiligen Instruments
Blasorchester:
Flöte: kleine Terz höher oder Ganzton tiefer
Es-Klarinette: kleine Terz tiefer
B-Klarinette: Ganzton höher
Saxophon in Es: Quarte tiefer
Saxophon in B: Quarte höher
Oboe: Quinte tiefer
Fagott: Violinschlüssel in B
Trompete: Ganzton höher
Waldhorn: Ganzton tiefer
Es-Althorn: Quarte höher oder Ganzton höher
Tenorhorn: Bassschlüssel in C
Bariton: Violinschlüssel in B
Posaune: Violinschlüssel in B
Tuba: Bassschlüssel oktaviert
Spielmannswesen:
Flöten in Ces: 1 Oktave höher
Fanfare: Trompetenstimme in B auf der Fanfare realisieren
Die einzelnen Prüfungsteile der Praxisprüfung sind wie folgt gewichtet:
Tonleitern: 2-fach
Etüde / Pflichtstück: 2-fach
Vortragsstück: 2-fach
Selbstwahlstück: 2-fach
Vom Blatt: 1-fach
Transposition: 1-fach
Zur Ermittlung der Gesamtnote wird die Theorienote 1-fach, die Praxisnote 3-fach gewichtet.
Gewichtung
Die einzelnen Prüfungsteile der Praxisprüfung sind wie folgt gewichtet:
Tonleitern: 3-fach
Vortragsstück: 3-fach
Selbstwahlstück: 4-fach
Zur Ermittlung der Gesamtnote wird die Theorienote 1-fach, die Praxisnote 3-fach gewichtet.
Schriftliche Prüfung
Die theoretische Prüfung, einschließlich der Gehörbildung, erfolgt in schriftlicher Form.
Die Aufgabenstellungen werden aus den verbindlichen Inhalten der jeweiligen Leistungsstufe erstellt.
Maximal können 50 Punkte erreicht werden.
Folgender Bewertungsschlüssel ist bei der Festsetzung des schriftlichen Prüfungsteiles verbindlich:
50,00 bis 46,00 Punkte = Note 1
45,75 bis 41,00 Punkte = Note 2
40,75 bis 31,00 Punkte = Note 3
30,75 bis 0,00 Punkte = Note 4
Die Note 4 bedeutet = nicht bestanden
Für die Gewichtung der Punkte in Theorie und Gehörbildung wird festgelegt:
D1: Theorie 40 Gehörbildung 10 Punkte
D2: Theorie 35 Gehörbildung 15 Punkte
D3: Theorie 25 Gehörbildung 25 Punkte
Praktische Prüfung
In der praktischen Prüfung werden die einzelnen Prüfungsteile von jedem Prüfer mit den Noten 1 bis 4, ggf. in Halb notenschritten, bewertet.
Ist die Durchschnittsnote in einem Teilbereich schlechter als 3,50, so gilt die gesamte praktische Prüfung als nicht bestanden. Bei der Ermittlung der Praxisnote wird auf 2 Nachkommastellen gerundet. Über die Gewichtung der einzelnen Prüfungsteile informieren die Protokollbögen der jeweiligen Leistungsstufe.
Gesamtergebnis
Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses zählt die schriftliche Note einfach und die praktische dreifach.
Folgende Prädikate werden vergeben:
mit sehr gutem Erfolg bestanden: 1,00 bis 1,50
mit gutem Erfolg bestanden: 1,51 bis 2,50
mit Erfolg bestanden: 2,51 bis 3,50
nicht bestanden: 3,51 bis 4,00
Bei der Ermittlung der Gesamtnote wird auf 2 Nachkommastellen gerundet.
Jeder Prüfungsteilnehmer erhält nach bestandener Prüfung das Musikerleistungsabzeichen in Bronze, Silber oder Gold und die entsprechende Urkunde, auf der das erreichte Prädikat sowie die Gesamtnote vermerkt wird.
Prüfungsordnung
Alle weiteren zu beachtenden Regelungen und Vorgaben sind der Prüfungsordnung zu entnehmen, welche hier heruntergeladen werden kann.
Aus urheberrechtlichen Gründen ist das Vervielfältigen von Noten ohne Zustimmung des Urhebers oder des Verlages verboten. Aus diesem Grund gilt grundsätzlich auch für die Prüfungen des Musikerleistungsabzeichen, dass aus Originalnoten zu spielen ist.
Unterrichtsmaterial
Das Schulungs- und Prüfungsmaterial für die D3-Prüfung ist verbindlich und besteht aus:
Theorie D2/D3 für die Musiklehre- und Gehörbildungsprüfungen des Bayerischen Blasmusikverbandes und des Verbandes Bayerischer Sing- und Musikschulen, Verlag Wolfram Heinlein
Instrumentallehrgang für die Instrumentalprüfungen. D1 - D2 - D3 des Bayerischen Blasmusikverbandes, Verlag Wolfram Heinlein
Im Jahr 2018 wurden überarbeitete Praxishefte herausgegeben. Die gesamte Prüfung muss aus der Neuauflage von 2018 (gelber Einband) erfolgen.
Für Oboe gilt die Auflage von 2003 und für Fagott gilt die Auflage von 2007.
Für Bassklarinette und Bassposaune stehen Literaturlisten zur Verfügung.
Zu einigen neuen Praxisheften wurden Korrekturen veröffentlicht. Diese können hier aufgerufen werden.
Downloads
Prüfungsordnung
Download Literaturlisten Bassklarinette und Bassposaune
Korrekturen in den D3-Praxisheften
D3 (Gold) Theorie-Test & Lösungsbögen
D3 (Gold) weitere Gehörbildung-Test & Lösungsbögen
Hinweis zu den Gehörbildungs-Testbögen:
Die Gehörbildungs-Testbögen sind zum Üben mit der Instrumentallehrkraft gedacht.
Es gibt dazu keine Audio-Dateien, sondern die Lehrkraft spielt die Übungen live vor.
Vorspielanweisung

